Eine Kampagne, des Internationalen Katholischen Missionswerks missio mit dem Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) und dem Deutschen Katholischen Missionsrat (DKMR)


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DKMR nimmt Modelle christlichen Gemeindelebens in den Blick
[27.06.2006] Bonn/Würzburg (DKMR). Mehr als 100 Verantwortliche der katholischen Kirche für Fragen der Mission, Entwicklungs- und Friedensarbeit kommen vom 28. bis 30. Juni 2006 im Exerzitienhaus Würzburg-Himmelspforten zur jährlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Katholischen Missionsrates (DKMR) zusammen.

Die diesjährige Tagung wird sich unterschiedlichen Modellen und Formen christlichen Gemeindelebens in verschiedenen Regionen der Welt widmen und sich mit Möglichkeiten beschäftigen, gegenseitig von einander zu lernen. Es geht darum, deutlich zu machen, dass Mission und Verkündigung des Evangeliums längst keine Einbahnstraße aus Europa nach Asien, Afrika und Lateinamerika mehr ist; vielmehr wird sie zunehmend zu einem wechselseitigen Austausch in der Kirche auf der ganzen Welt.
Anhand konkreter Beispiele werden Referenten aus verschiedenen Teilen der Welt von solchen Modellen des Austauschs berichten und zur Entfaltung dieser Dialoge ermuntern:

  • Von dem pastoralen Aufbruch, der vom sogenannten „Asiatischen Integralen Pastoralansatz“ (AsIPA - Asian Integral Pastoral Approach) ausgeht, berichten Vertreter mehrerer Bistümer und des Hilfswerks missio. Das methodische Konzept berücksichtigt die besonderen Gegebenheiten in Asien und hat den ganzen Menschen im Auge. Die spirituelle Ebene ist dabei ebenso wichtig wie die soziale. Priester und Laien sollen sich partnerschaftlich für eine lebendige Kirche einsetzen, in welcher sowohl den Bedürfnissen des Individuums wie denjenigen der Gemeinschaft Rechnung getragen wird und wo Gebet sich mit sozialem Engagement verbindet.
  • Im Rahmen des sog. „Spring“-Projektes laden Pfarrgemeinden im Bistum Limburg seit mehreren Jahren Missionare und Theologen aus der Weltkirche ein, einen Blick "hinter die Kulissen" ihrer Gemeinde zu werfen . Vom Alltag in den Gastfamilien bis zum sonntäglichen Gottesdienst, von der Arbeit in den Gremien bis zur Gruppenstunde begleiten Frauen und Männer verschiedener Kulturen und Sprachen das Leben in den deutschen Gastgemeinden. Dabei geht es nicht darum, das Gemeindeleben in deutschen Pfarreien zu bewerten. Jedoch können und sollen die ausländischen Gäste durch ihre Fragen und durch Hinweise auf das, was ihnen aufgefallen ist, helfen, Probleme zu erkennen. So soll Bereitschaft geweckt werden, neue Wege zu gehen.
  • Über ein Partnerschaftsprojekt des Dekanats Balingen mit dem Dekanat Sudoeste in der ärmsten Provinz Argentiniens im Süden der Diözese Santiago del Estero berichtet der Balinger Pfarrer Franz Nagler.

Die Beschäftigung mit weltkirchlichen Gemeindemodellen ist der erste Schritt eines auf drei Jahre angelegten Leitthemas des DKMR: „Weltkirchliche Dialog- und Lernprozesse“. In den Folgejahren wird es um Jugend und missionarische Begeisterung (2007) sowie um Fragen der Integration ausländischer Ordensleute und Priester (2008) gehen. 

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