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Zum Tod von Papst Johannes Paul II.

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| DKMR-Präsident P. Eric Englert OSA bei einer Papstaudienz im Mai 2004 (Foto: missio München) |
[04.04.2005]
„Papst Johannes Paul II. war der beste Missionar, den wir uns wünschen konnten. Sein Tod stimmt uns traurig, sein Erbe ist uns Verpflichtung“, erklärte DKMR-Präsident Pater Eric Englert OSA. „In besonderer Weise hat er sich für die Würde des Menschen eingesetzt und der Mission als Begegnung in Respekt ein Gesicht gegeben. Er hat im wahrsten Sinne des Wortes als „Pontifex“ eine Brücke zwischen Gott und den Menschen gebaut aber auch zwischen Kulturen und Religionen“.
Die Kirche habe eine missionarische Sendung gegenüber den Völkern, der sie sich nicht entziehen dürfe. „Zu den vordringlichsten Aufgaben der Missio ad gentes gehört in der Tat die Verkündigung, dass der Mensch auf der Suche nach Freiheit und Sinn die Fülle des Lebens im Mysterium Jesu Christi findet, der ihm "Weg, Wahrheit und Leben" ist“, so Johannes Paul II. Daher könne Mission sich nicht nur als Entwicklungshilfe begreifen. In erster Linie sei die Mission die Verkündigung des Evangeliums in Wort und Leben. In diesem Sinne ermutigte Johannes Paul II. die Mitglieder des DKMR im Jahr 2003, zum 50. Jahrestag seiner Gründung, „mit Freude und Zuversicht die Gegenwart Christi zu bezeugen, der zu den Menschen kommen will, ‚damit sie das Leben haben und es in Fülle haben’ (Joh 10.10).“
Pilger im Glauben
Den Völkern die Botschaft Jesu Christi zu bringen, dieser Mission hat sich Papst Johannes Paul II. wie kaum ein anderer Papst vor ihm verschrieben. Davon legt die Enzyklika „Redemptoris missio“ von 1990 ein beredtes Zeugnis ab. „Mission“, so heißt es dort, „ist eine Frage des Glaubens, sie ist ein unbestechlicher Gradmesser unseres Glaubens an Christus und seiner Liebe zu uns".
Johannes Paul II. hat die Aufgabe der Mission vor allem persönlich vorgelebt. In über hundert Auslandsreisen besuchte er als „Pilger im Glauben“ Länder und Kulturen, stärkte die Menschen in der Hoffnung und setzte sich immer für die Anliegen der Ärmsten und Schwächsten ein. Gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung, für Menschenwürde und Freiheit. Er übte Kritik an rücksichtsloser Globalisierung und gewissenlosem Kapitalismus und bezeichnete den Irak-Krieg als „Niederlage der Menschheit“. Gegen alle zerstörerischen Tendenzen setzte er die Botschaft vom „Gott des Lebens“.
Dialog macht Gott in unserer Mitte gegenwärtig
Vor allem im Umgang mit anderen Religionen und Kulturen schlug Johannes Paul II. ein neues Kapitel auf. Denn er war überzeugt, „dass der Heilige Geist allen die Möglichkeit bietet, mit dem Ostergeheimnis in Berührung zu kommen in einer Weise, die nur Gott kennt.“ Deshalb lud er 1986 erstmals Vertreter der großen Weltreligionen zum interreligiösen Friedensgebet nach Assisi ein. Weitere Treffen folgten. „Durch den interreligiösen Dialog machen wir Gott in unserer Mitte gegenwärtig“ und „in dem Maße, wie wir uns gegenseitig dem Dialog öffnen, öffnen wir uns Gott“, erklärte er seinen Weg.
Im Deutschen Katholischen Missionsrat sind die Einrichtungen der katholischen Kirche zusammengeschlossen, die sich im Bereich Mission, Entwicklung und Frieden engagieren: Bistümer, päpstliche und bischöflichen Hilfswerke, Missionsinstitute und -institutionen sowie die missionierenden Ordensgemeinschaften. Gemeinsam trauern wir um diese außergewöhnliche, charismatische Persönlichkeit. Papst Johannes Paul II. wird bei uns präsent bleiben, im Gebet, aber auch im täglichen Dienst an der Ausbreitung des Glaubens, für eine Zukunft der Einen Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung.
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